Goldilocks Ausgabe 04 | Page 10

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SumUp übernimmt Shoplo



Der mPOS-Zahlungsdientleister SumUp übernimmt Shoplo. Durch diese Erweiterung des Geschäftsfelds geht SumUp weiter konsequent seinen rigorosen Weg nach oben.



Was ist neu



Shoplo ist darauf spezialisiert, eine breite Palette an Dienstleistungen rund um das Thema eCommerce auf einer Plattform anzubieten, vom eigenen Onlineshop bis zum Feedback-Tool.

Das deutsch-britische SumUp ist in den vergangenen Jahren enorm gewachsen, weil es die Hürden für das Entgegennehmen von Kartenzahlungen drastisch gesenkt hat. Mit der angebotenen Technik ist es Händlern möglich, das eigene Smartphone mit entsprechender Hardware als Bezahlterminal zu nutzen. Das System akzeptiert außerdem deutlich mehr Kartentypen, als das bislang üblich war.

Mit den Shoplo-Assets will SumUp künftig Dienstleistungen anbieten, die der Onlinehandel heutzutage sekundär mit sich bringt: internationalen Versand, Kunden-Chat, Rechnungsstellung und Zahlungen.

Was das bedeutet



Schon jetzt kann SumUp beeindruckende Zahlen vorlegen: Jeden Tag gewinnt das Unternehmen 3.000 neue Kunden. So jedenfalls eigene Angaben aus dem vergangenen Herbst.

Das gelingt, weil das Unternehmen nicht an eine Bank geknüpft ist und seinen Geschäftskunden einen spektakulär schnellen Onboarding-Prozess bieten kann. Außerdem ist die Einstiegsschwelle niedrig: Ein Karten-Terminal kostet keine 30 Euro. Geld verdient SumUp nicht mit der Hardware, sondern mit den Transaktionsgebühren für die tatsächliche Benutzung. Das Prinzip ist nicht neu, aber ein Indiz dafür, wie der POS verschwimmt.

Nun ermöglicht SumUp auch den Online-Handel aus derselben Hand und zeigt damit einmal mehr, dass es sich als Teil eines Ökosystems versteht. Priorität hat, was in die Welt der Kunden passt, nicht umgekehrt. Was Banken und Sparkassen aus diesem Beispiel lernen können: Vom Kunden her denken und nicht vom Anbieter her. Und wer das verstanden hat, gewinnt.

Autor: Martin Pieck, Freier Journalist